ein roman-anfang von vielen

Ein leeres Blatt Papier hat mich schon von Kind an fasziniert. Es lud ein, meine aktuelle Fantasie, in diese Welt zu portieren. Und zwar aus einer Welt, die ich nicht mal selbst genau kenne, jedoch weiß, dass sie vorhanden ist. Es ist die Welt des Antiversums. Die unsichtbare Welt, aus denen ca. 96 Prozent des Universums besteht. Heute nennt man diese unbekannte Welt: Dunkle-Energie und -Materie. Und die Menschheit steht seit ca. 10 Jahren vor einem Tor, das es bisher noch nicht öffnen kann.

Nun, ich kann es nicht leugnen: Ich kenne Einen, der Zugang zu dieser Welt hat. Sein Name ist Spancer, Spancer Davis. Er ist völlig abgedreht. Kifft, kokst und säuft was das Zeug hält. Er ist ständig mit herumhuren beschäftig und Dauerpatient bei Dr. Smith, dem Urologen, und bei Miss Green, der hübschen Psychotante.

Spancer zahlt gern die 75 Dollar für die dreiviertel Stunde bei ihr, weil er sie tief im Inneren bewundert. Er liebt ihre Stärke, die sie ausstrahlt, und dieses unverkennbare Einfühlungsvermögen. Sie hat auf ihn eine Wirkung, die verzaubert. Er ist nahezu machtlos in ihrer Gegenwart und genießt diese einzige Schwäche von sich. Die Schwäche für diese Frau. Er will sich nur nicht eingestehen, dass er sie liebt. Weil er dann angreifbar und verletzlich wäre.

Das Geheimnis, welches er mir anvertraute: Er ist der Einzige auf der Erde, der Kontakt zu einer intelligenten Lebensform im Antiversum hat. Er hat eine geistige Beziehung zu einem unbekannten Wesen, welches er selbst Agnes nennt. Da er sie nicht sehen kann, stellt er sich vor, es sei ein Engel aus gleisendem, hellblau türkisen Licht. Die Botin einer fremden und unbekannten Welt, Namens „Numerus IV.“ Der Ort im Antiversum, den bisher noch nie ein Mensch gesehen hat.

>>Mr. Davis.<< Sagte freundlich, Miss Green. >>Sie haben mir erzählt, dass sie sich vor 7 Jahren eine Überdosis Crystal Meth reingezogen haben, an der sie fast gestorben wären. >>Ja.<< Antwortet Spancer. >>Ich war in dem Glauben, es handelte sich um ein ungeschickt gestreckte Portion Kokain. Das Dealer-Arschloch hat mir aber Crystal untergejubelt und dadurch habe ich mir in 72 Stunden eine dreijährige Psychose reingezogen.<< Ms. Green unterbrach ihn. >>Sie haben mir doch erzählt, sie empfanden diese Zeit nicht als Psychose, sondern eher als einschlägige Erfahrung ihres Lebens.<<

Er lenkte darauf hin ab mit… >>Das beschissene an der ersten Hyperreise ist, dass ich bei vollem Bewusstsein war! Ich sah einen gefühlten Tag lang ein und dasselbe Standbild. Vor der Zweiten habe ich mich so sehr besoffen, das ich eingepennt bin und ab der Dritten, griff ich zu Schlaftabletten, um dieses unangenehme Hyperreise Standbild nicht mehr erleben zu müssen. Jemand der so ETWAS noch nicht durchgemacht hat, kann sich absolut nicht vorstellen, was das für ein Horror ist, wenn man nicht weiß, ob diese eingefrorene Situation irgendwann mal wieder aufhört? Ich kam mir vor, wie ein Gefangener in der Zeitlosigkeit. Ich erlebte dort nur den Raum und mein Bewusstsein. Ich konnte klar denken, aber alles um mich herum bewegte sich nicht. Es gab keine Geräusche. Die Akustik schien still zu stehen. Stellen sie sich vor Ms. Green, ich glaubte mehrere Stunden daran, ich sei tot und das ist das Ende vom Lied. Verstehen Sie? So fühlte sich für mich der unendliche Tot an. Es war ein stundenlanges Grauen, gefangen in mir selbst. Ich dachte ernsthaft, mein Lebensstil führte mich direkt in die Hölle.

>>Mister Davis. Ich erwähnte doch mehrfach in unseren letzten Sitzungen, dass Hyperreisen zurzeit nicht möglich sind. Wir leben im Jahr 2023. Wir sind gerade mal zum Mars unterwegs und nutzen Folien als Bildschirm. Wie glauben sie, sind sie zu dieser Hyperreise gekommen. Welche Technologie haben sie verwendet?<<

Spancer räusperte sich und beugte sich vor. >>Theoretisch hört sich das ziemlich einfach an: Sieben Jahre Meditation, im Anschluss an diesen Drogenunfall, öffnete mir langsam, nach und nach, eine Tür vor der Anderen, in eine unbekannte Richtung. Ich wusste selbst nicht wo die Reise hingeht. Ich habe mich, von der auf mich einwirkenden Kraft, treiben lassen. Bis ich zum Schluss an ein riesiges, Kilometer großes Metalltor kam, welches offen Stand und mir die Welt des sogenannten Nichts zeigte. Dies war der Eingang zum Antiversum, der mir nichts weiter, als tiefe dunkle Leere zeigte. Ich erschrak mich so sehr, dass ich mir fast vor Angst in die Hose geschissen hatte. Da rein wollte ich, zusammengekauert in meiner Hyperraumkapsel, auf keinen Fall fliegen. Denn es kam mir komischer Weis so vor, wenn ich durchs Tor „gehe“, werde ich sofort sterben. Ich brach die Meditation, vor der Angst nun sterben zu müssen, ab und war wenige Sekunden später, völlig aufgeregt, geistig wieder in unserer Welt; Frau Doktor.<<

Wenn dir dieser Anfang gefällt, schreib doch einfach mal einen Kommentar. Vielleicht erfährst Du dann, wie es weiter geht, mit Mr. Davis und Ms. Green…

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