pharao (fragment)

es ist dunkel. zwei leute unterhalten sich. „die menschen der zukunft werden unser projekt schnell durchschauen, deshalb schlage ich vor, dass wir den weg zu den göttern an einen anderen ort verlegen.“ „mein pharao, ihre weissheit erstaunt mich immer wieder. sehen sie nur, dort glänzt das licht der abendsonne. es wird zeit, mein pharao, das grabmal zu verlassen.“

sie gingen die stufen hinauf und der bauherr sagte „laurus, lass das mit dem pharao, was soll das? hier ist keiner der uns zuhört.“ „amun, du bist mein bester freund, seit jahren. wir haben als kinder zusammen gelernt und gelesen. wir sind herumgetollt, haben uns geneckt und sind den mädchen hinterhergestiegen. lass mich doch bitte meine loyalität dir gegenüber zeigen, auch wenn mal keine arbeiter und beamte herumstehen.

„laurus, geh und zeige mir das heutige kosmische ereignis. diese sonnenverdunkelung.“

der freund des pharaos: „ich habe für uns und unsere freunde einen herrlich ausblick auf die abendsonne in der weinschenke organisiert. auf der veranda wurden extra für uns deine und meine kristallrohre aufgestellt, durch die wir das ereigniss grösser sehen können.“

der könig erwiederte: „wie hast du das mit der verdunkelung der kristalle gemacht?“ „ich habe die steine verrusst, so kannst du voll in die sonne sehen, ohne dich zu blenden.“

„das ist unsere erste beobachtung dieses naturereignisses auf der erde. damals, mit den göttern, war der blick über den wolken, weit im dunkel, sechszehn mal am tag zu sehen. ich weiss noch, wie ich mein bewusstsein verlor und über dem himmel erwachte. bis heute würde ich immer noch behaupten, dass ich träumte, wenn du nicht das gleiche wie ich erzählt hättest.“

laurus: „mir geht es genauso. hättest du am niel, nach unserem erwachen, nicht das gleiche wie ich erzählt, dann würde ich heute noch denken, dass ich alles nur geträumt hätte. gott sagte zu mir im traum, dass er dem wein einen besonderen magischen zusatz gab. er wollte uns schützen.“

pharao: „du und dein EINER gott. es waren die götter die uns die kristallrohre gaben, um ihre herkunft besser zu sehen. sie waren es, die uns den mond vor augen brachten und uns die sonne so gross erschienen liessen, das wir rotweinfarbene gläser vor den augen tragen mussten. sie waren es, die uns in die geheimnisse des kosmos einwiesen und uns die erde mit grossen ringen zeigten.“

laurus: „es war nicht die erde, sondern der saturn. hättest du, wie ich, nicht das götterhaus eine sanduhrlänge auf einen wein verlassen, um den innenraum des himmlischen tempels zu schauen, hättes du gesehen, das es noch mehr „erden“ auf dem weg zum saturn zu sehen gab. als du zurück warst, sahst du in einer ähnlichen position „die erde mit einem ring“ und es war der…“

pharao: „ja, ich weiss es jetzt schon die ganzen jahre… der saturn. nur hast du den innentempel nie gesehen und deshalb wurde ich zm pharao erkoren.“

laurus: „ich habe dir doch schon mehrfach gesagt, dass mich der blick zu den sternen mehr interssiert, als alles andere der welt. meine erfüllung ist das geheimnis der welt und auch ich sah in deiner abwesenheit dinge, von denen ich dir erzählte.“

pharao: „nur kann ich dir nicht glauben, dass du lange lichtstrahlen sahst, mehr als 100 sonnen auf einmal und dann zwei nebeneinander!“

laurus: „und ich glaube dir nicht, dass du deine und meine geburt im lichtschein sahst. das du die grundsteinlegung, lange nach seinem setzen, augenblicklich sahst. keiner kann in die vergangenheit sehen.“

pharao: „doch doch! auch in die zukunft konnte ich sehen wie du weisst“

laurus: „ja ja, dein wein war stark und die zukunft fand im rausche statt.“

N20040921

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